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Folge 4: 3D-Biodruck: In der Gelatine wächst ein Tumor

Molekularbiologin Judith Hagenbuchner im Gespräch mit Laurin Mauracher –

Wie können wir 120 potentielle Wirkstoffe schnell und realitätsnah testen, wenn wir keine Tierversuche machen wollen? Diese Frage beschäftigte Judith Hagenbuchner und Michael Außerlechner vor einigen Jahren: Daraufhin gründete das Duo 2018 an der Innsbrucker Kinderklinik Österreichs erstes 3D-Biodrucklabor und eröffnete damit einen der innovativsten Bereiche der Medizin. Statt Plastikmodellen drucken sie mit dem 3D-Drucker Gelatine samt menschlicher Zellen aus. Klingt einfach, benötigt aber jede Menge Geduld und Know-how, damit die entstandenen 3D Chips leben und wachsen können und z.B. Blutgefäße ausbilden. Inzwischen funktioniert das so gut, dass die Forscher:innen ihren Einsatzbereich über die pädiatrische Onkologie hinaus erweitern und etwa menschliche Hautmodelle entwickeln. Mit der Univ.-Klinik für Gynäkologie testen sie mit Zellproben von Patientinnen das individuelle Ansprechen auf Wirkstoffe zur Behandlung von Eierstockkrebs. Ob sich wohl in 20 Jahren jede/r schon seine Ersatzniere oder Zweitleber drucken kann? Hören Sie im Podcast, was Judith Hagenbuchner für die Zukunft vorschwebt.

Musik: BartolomeyBittmann – progressive strings

WISSEN LEBEN Podcast
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Folge 4: 3D-Biodruck: In der Gelatine wächst ein Tumor
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